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Treffpunkt:
09.30 Uhr Bushof
Strecke: ca.
17 km
Rucksackverpflegung ist angesagt.
Wir fahren 09.30 Uhr mit der Buslinie Nr. 8
vom
Eschweiler Bushof nach Stolberg, Mühlener Brücke. Wir können
entweder
10.00 Uhr mit der Linie Nr. 1 weiter zum Atscher-Dreieck
fahren, oder von der Mühlener Brücke zum Ausgangspunkt gehen.
Unseren Ausgangspunkt
erreichen von der Bushaltestelle Stolberg-Mühlener Brücke aus. Hier werdet
Ihr vom Wanderleiter erwartet.
Atsch
taucht in mittelalterlichen Karten als Gebietsbezeichnung für den
Bereich zwischen Münster- und
Saubach auf:
„In der Atsch“ (aber auch „Eyga“,
„Etzsche“ oder
„Etgenbusch“): Nicht zuletzt wegen
Funden aus der Römerzeit gibt es
Spekulationen, dass das bei Caesar erwähnte „Atuatuca“
für den Namen verantwortlich zeichnet, doch fehlen gesicherte
wissenschaftliche Erkenntnisse, ob „Atuatuca“ im Atscher Raum lag. Die Atsch
gehörte zur Pfarre Eilendorf, die schon
Ende des 13. Jahrhunderts so bezeichnet
wurde, aber politisch zum Territorium der
Reichsabtei Kornelimünster zählte. Eilendorf und damit Atsch kamen in
der Franzosenzeit zum
Kanton Burscheid, war dann etliche Jahre
Teil von Forst und wurde erst
1866 selbständige Zivilgemeinde.
Die Atsch selbst war lange Zeit unbewohnt.
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war
der Bereich der Atscher Mühle praktisch
das einzige Anwesen mit wenigen Bewohnern. Entscheidend für die weitere
Entwicklung war einmal der Umstand, dass die Eilendorfer große Flächen des
Atscher Waldes, der
1825 mit
Würselen, Weiden und Haaren
geteilt wurde, abholzen ließen und vor allem die Errichtung des
„Stolberger“ Bahnhofs (auf Eschweiler
Gebiet), der die Industrialisierung forcierte (Kohleabbau / chemische Fabrik
Rhenania und andere / Eisenbahnknotenpunkt).
Mit gestiegener Bevölkerung kam der Wunsch,
eine eigene Kirche zu bauen, was nach längeren Verhandlungen
1900 erfolgte. Von
1901 bis 1908 war Atsch Kapellengemeinde
und Rektorat von Eilendorf, seit dem 1. März
1908 selbständige Pfarre.
Die Wanderung beginnt am
Dreieck - Atsch, wo auf der linken Seite
der Münsterbach
vorbeifließt.
(Weiher am
Atscher Dreieck) Wir gehen parallel zur Hammstraße, (die ihren
Namen von der alten Flurbezeichnung Hamm-Mühle herleitet) in einen Fußweg der
mit dem Wanderweg Nr. 1 gekennzeichnet ist. Diesen Weg gehen wir weiter an
der Inde entlang, am Zeichen
"Naturschutzgebiet" biegen wir links
ab. 
Der Name Münsterbach
wird in alten Grenzbeschreibungen der Herrschaft Stolberg vor über
300 Jahren bereits erwähnt. In alten Urkunden,
die über die freie Reichsabtei Kornelimünster berichten, trägt der Bach von
seiner Quelle bis zum Zusammenfluss mit dem Vichtbach auch den Namen
Inde. Die Wasserbuchbehörde nennt den Bach
jedoch Münsterbach und erst vom Zusammenfluss mit dem
Vichtbach an Inde. Der Stolberger Volksmund kennt nur die Bezeichnung
Münsterbach.
Der
Wanderweg verband ursprünglich die einstigen
Kupfermühlen als Transport-weg untereinander. Diese prägten auch das
Bild des ursprünglich stark bewalde-ten Gebietes. Der große Bedarf an
Brennmaterialien zwang zur Entforstung der Hänge und Bergrücken. Die
Bezeichnungen Münsterbusch, Kohlbusch, Hamm-busch
weisen heute noch auf die starke Bewaldung hin. Naturfreunde finden in den
weiten Niederungen noch besondere Pflanzen und Tierarten.
Wir kommen durch einen lichten Wald, an der nächsten Wegegabelung
gehen wir nach links weiter an der Inde
entlang. Wir wandern diesen markierten Weg weiter (es ist der
Naturkundliche-Lehrpfad der Stadt Stolberg,
er ist mit Schautafeln markiert). An der nächsten Einmündung
gehen wir wiederum nach links und passieren eine
Schranke. Der Tallage folgend führt der Wanderweg auf eine
Schrebergartenanlage zu. Einige Meter davor liegt eine alte
Kohlenpinge, wie sie noch selten zu finden ist, ein Hinweis auf die
Kohlenvorkommen und den Abbau im Stolberger Raum. Das links ansteigende
Gelände gehört zum Münsterkohlberg.
In diesem Gelände wurde bereits um 1500
Kohle obererdig durch arme Leute gegen Entrichtung einer geringen Gebühr an
den Grundherrn abgebaut. Der Abbau erfolgte in Pingen.
Dies sind runde Löcher mit einem Durchmesser von etwa 10 m, in denen in
gefahrvoller Arbeit die Kohle in Seilschaften über Körbe geborgen wurde.
Danach überqueren wir die Landstraße zwischen
Stolberg und Eilendorf (Die Straße und die Brücke wurden im
Ursprung zwischen 1830 und 1836 durch
James Cockerill und seinen Bruder
John errichtet. Sie dienten zum Abtransport der
Kohle- und Blei- und Zinkgüter in Richtung Aachen. Die für diese
Privatstraße ursprünglich erhobenen Wegezölle
sind erst 1892 entfallen, nachdem die Straße
und Brücke durch die Provinzialverwaltung übernommen wurden) in Höhe der Bushaltestelle "Buschmühle".
Auf der Wiese, wo früher das Mühlenge-bäude gestanden hat, sind auf der
rechten Seite noch einige alte Mühlensteine erkennbar. Der daneben
liegende Mühlengraben verdeutlicht sehr schön, wie aus einem ruhig
fließenden Gewässer durch den Einbau eines Steilwehres eine Was-serkraft
entsteht, die früher einmal die Mühlräder betrieben hat. In den
Abmauer-ungen des Bachbettes weisen heute noch eingebrachte Blausteinblöcke
auf die Existenz der früheren Gebäude hin.
Ursprünglich war diese eine Doppel-anlage von 2 Mühlen, denn rechts und
links der Straße hat je ein Unternehmen gelegen. Die
Kupfermühlen sind kurz nach dem Dreißigjährigen
Krieg entstanden. Übriggeblieben ist noch auf der linken Straßenseite
das Haus mit dem Wappen-stein von
1573.
Auf der anderen Straßenseite befindet sich ein
Parkplatz, den wir überqueren. Wir gehen ca. 100 m am Flussufer durch
eine weitgestreckte Niederung entlang
und gelangen auf den Truppenübungsplatz "Münsterbusch". Wir gehen
weiter am Fluss entlang und passieren Panzerhöcker des
Westwalls.
Der Westwall ist eine ca. 600 km lange
Verteidigungslinie des. 2. Weltkriegs. Sie wurde in den Jahren 1938 und 1939
erbaut und reichte von Aachen bis Basel. Die bis heute stehenden Reste, zu
denen auch Bunkeranlagen im Hürtgenwald gehören, stehen inzwischen unter
Denkmalschutz. Da eine landwirtschaftliche Nutzung nicht in Frage kam, haben
sich im Schutz des Westwalls viele bedrohte Pflanzenarten erhalten.
Wir kommen an der Tafel 17 des
Naturkundlichen Lehrpfades der Stadt Stolberg
vorbei und überqueren dabei zweimal eine Brücke über die Inde. Wir
halten uns weiter links auf einem Pfad an der Grenze zwischen dem
linksseitigen Gebüsch und der Wiese.
Wir verlassen den Truppenübungsplatz im Bereich des
Gutes
Haumühle Das
Hauptgebäude dient heute als Unterkunft für eine Vielzahl kleiner
Gewerbebetriebe, während die südwestlich gelegenen Gebäude der
landwirtschaftlichen Nutzung gewidmet sind. Die Anlage als solche ist zum
ersten Mal 1647 bekannt geworden. Hierauf
verweist ein Schlussstein im Torbogen des Innenhofes.
Vom
landwirtschaftlich schön gelegenen Gedautal
aus sehen wir auf der linken Seite die Hänge mit der neueren Bebauung der
Orte Münsterbusch und Büs-bach. Zu ihren Füßen liegt im
Naturschutz gebiet Gedautal ein
künstlich ange-legter Flachwassersee, der 1985 durch die Stadt Stolberg hier
angelegt wurde. Wir biegen in die Straße
Bocksmühle (1646
zum ersten Mal als abteilicher Besitz genannt. Die
Kupfermühle diente zu dieser Zeit der Herstellung von Kesseln, jedoch
1690 ist sie als
Drahtziehmühle ausgewiesen) ein und passieren das Gut
Gedau.
Dieser hat seinen Namen aus der ursprünglichen älteren Flurbezeichnung In
deren Gerdauven, die im Bruder-schaftsbuch der
Pfarre St. Stephanus auf dem Berge Kornelimünster um
1500 aufgeführt ist.
Nach einer kleinen Weile gelangen wir in den Wald und
folgen der Wandermarkierung Nr. 1
scharf nach rechts. Nach einem Anstieg
folgen wir der nächsten Einmündung nach links (Wanderweg Nr. 1). Danach geht
es geradeaus, bis wir auf eine Wanderhütte kommen. Dort haben wir die
Möglichkeit Rast zu machen und unsere Rucksackverpflegung zu verspeisen.
Von der Wanderhütte gehen wir nach
links weiter
(Wanderweg Nr. 1). An einer Schranke gehen wir
scharf nach links und einen
kleinen Abhang hinunter. Nun überqueren wir die
Freundter Landstraße
(Verbindungsstraße zwischen Büsbach und Brand)
und gehenden Kommerischer Weg
entlang, an der Kläranlage wählen wir den
linken Weg. Weiter
geht es gerade aus, dann über eine kleine Brücke und wir passieren das
Textilmuseum "Kommener Mühle". An
der nächsten Einmündung geradeaus den Wanderweg Nr.
1 verlassen.
An der nächsten Einmündung gehen wir wiederum geradeaus
und folgen dem Indetalrundweg. Am Ende
des Weges sehen wir das Ortseingangsschild von Krauthausen. Wir überqueren
die Krauthausener Straße und gehen den mit
rotem bzw. blau markierten
Punkt
gekennzeichneten Weg weiter.
Nachdem wir Krauthausen an einer anderen Stelle
passieren gehen wir nach rechts auf die Landstraße, die die B258 mit
Krauthausen verbindet. Diese Straße gehen wir bis kurz vor der
Bilster
Mühle, am Kalkofen führt nach
links ein mit grünem
Punkt markierter Weg in
den Klauserwald.
Wir befinden uns wieder an der Inde und gehen sie
weiter flussaufwärts am linken Ufer entlang bis wir auf eine Holzbrücke
kommen. Diese überqueren wir und gehen am anderen Ufer weiter in Richtung
Kornelimünster. Nach ca. 800 m gelangen wir an eine Fußgängerbrücke in
Kornelimünster. Von hieraus gelangen wir über eine Verbindungsstraße direkt
den Marktplatz (Korneliusmarkt) von Kornelimünster. Hier bietet sich die
Möglichkeit, in einer der umliegenden Cafes eine Pause einzulegen.
Vom Korneliusmarkt gehen wir zur B258,
überqueren sie, gehen nach
links etwa 100 m. An der Brücke folgen wir der Inde nach
rechts (Eifelsteig /
Matthiasweg 6). Hier mündet der Iterbach in die Inde.
Die Geschichte von Kornelimünster reicht zurück bis
zur Römerzeit. Heute sind davon noch Reste des Tempelbezirks Varneum
(oberhalb von Kornelimünster, unweit der Verbindungsstraße Kornelimünster -
Breinig) vorhanden. Sie können kostenfrei besichtigt werden. Kornelimünster
erlang in der karolingischen Zeit an Bedeutung, da hier kostbare Reliquien
aufbewahrt wurden. Seit dem 13. Jahrhundert finden zur Korneliusoktav, der
Woche nach dem 16. September, Pilgerfahrten statt. Jedes Jahr im Juni findet
im Zentrum der Historische Jahrmarkt statt.
Nach ca. 200 m kommt eine Fußgängerbrücke, wir
gehen über sie und überqueren wiederum die
B258. Wir folgen dem Eifelsteig
weiter, überwinden eine Tiersperre an einem Gutshof, gehen den
Weg über die Wiesen entlang einer links liegenden Hecke. Danach unterqueren
wir ein Viadukt der früheren Vennbahn. Es folgt eine wildromantische Strecke mit
meterhohen Brennnesseln auf einem schmalen Pfad. Der Weg führt nach links (Krönungsweg
20). Bald kommt ein Rastplatz am Damm der ehemaligen
Vennbahn. Wir gehen den Krönungsweg 20
weiter, danach geht es bergab ins Tal. Danach
müssen wir etliche Stufen hinaufsteigen. Oben
werden wir mit einem herrlichen Blick links über das
Indetal und sehen einen weiteren Kalkofen. Dort befindet sich
ein weiterer Rastplatz.
Wir gehen den Weg am Vennbahndamm weiter bis wir
Hahn erreichen und biegen in die Straße "Knipp"
ein. Diese Straße folgen wir bergab und erreichen die Kreisstraße (Hahner
Straße). Wir gehen diese Straße nach rechts ungefähr 100 m
entlang. Von dort führt uns die Wegweisung des Lehrpfads (Symbol
eines Kalkofens) führt uns über eine Fußgängerbrücke. In
Hahn sehen wir auf dem Weg viele schöne Bruchsteinhäuser. Auf der linken
Flußseite gehen wir links in eine Nebenstraße.
Hinter der Haltestelle "Hahn-Steinbruch"
(Linie 35/67/68) führt der markierte Weg nach links
(Eifelsteig). Wir
überqueren die Inde ein weiteres Mal. Vorbei am
Kalkofen "Au" (Mathiasweg
6 ) gehen wir an der Inde entlang und
überqueren sie an der nächsten Brücke.
Vorbei an einem Trichterofen
(Besichtigung lohnt, die Treppe zum Abstieg liegt hinter der Schautafel).
Rechter Hand sehen wir das ehemalige Abbaugebiet.
Am Ende des
Kalkofen-Lehrpfades erläutern zwei lesenswerte Schautafeln die
Entstehung von Kalkstein. Bis 1950 wurde in Walheim Kalkstein abgebaut und
an Ort und Stelle in Kalköfen zu Branntkalk verarbeitet.
Am Parkplatz "Freizeitgelände"
gehen wir nach links in das Freizeitgelände
hinein. Der Hauptweg führt zu einem Hangelgerüst. Dort gehen wir nach
rechts an der Minigolfanlage und dem Imbiss vorbei in
Richtung Friesenrath. Nun verlassen wir das
NSG Kalkofenwanderung. Wir gelangen in Friesenrath in den "Pannekogweg",
gehen in weiter bis wir an eine kleine Kapelle gelangen. Am Ende
dieser Straße kommen wir nach links auf die
Friesenrather Straße. Nach einigen Metern folgen wir sie nach
rechts, gehen wenige Meter
hangaufwärts und erreichen die Bushaltestelle.
an der Schleidener Straße (B258,
Buslinien 68 und 166). Damit haben wir unser Wanderziel erreicht.
Abfahrt ist 15:55 Uhr mit der Linie
166, 16:17 geht es von Walheim mit der Linie 11 weiter. Um 17:00 Uhr fährt
vom Aachener Bushof die Linie 52 und wir erreichen den Eschweiler Bushof um
17:24 Uhr.
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