NaturFreunde Deutschlands - OG Eschweiler
Wanderung

 

17.05.11

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Prachtbauten und Panoranablicke

  Route 6 der Grenzrouten (Länge 16 km) Dauer: ca. 4 - 5 Stunden

In Vaals und Lemiers künden Baudenkmäler von einer bewegten Geschichte. Die grünen Hügel des Umlandes bieten zahlreiche faszinierende Aussichtspunkte.

Streckenverlauf: Vaals - Dreiländerpunkt - Malensbos - Lemiers - Vaals diese Wanderroute verläuft durch Vaals und das grüne Umland des Ortes und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft. An vielen Stellen hat man eine gute Aussicht auf das Vaalser Heuvelland.

Treffpunkt: Naturfreunde Eschweiler Bushof, Fahrt mit der Linie 52 nach Aachen Bushof

Fussnote Fahrzeug Abfahrt Haltestelle Unternehmen Linie Haltestelle Ankunft Fahrzeit/Tarif
a   09:32 Eschweiler, Bushof [H.5] Umgebungsplan   52 Aachen, Bushof Umgebungsplan 09:57 00:25 / € 3,00

und weiter mit den Linien 25, 33, 35 oder 55 nach "Vaals Busstation".

Fussnote Fahrzeug Abfahrt Haltestelle Unternehmen Linie Haltestelle Ankunft Fahrzeit/Tarif
a   10:00 Aachen, Bushof [H.11] Umgebungsplan   55 Aachen, Vaalserquartier Vaals Grenze 10:18 00:18 / € 2,30

Interessierte, die mit dem Auto nach Vaals kommen, warten an der dortigen Busstation auf die Naturfreunde.

Wir starten diesmal in Vaals Parkplatz Grenze unweit der Haltestelle der Buslinie 25, 33 Den ersten Teil unserer Wanderstrecke laufen wir durch Waldgebiete und weiter durch landwirtschaftlich genutztem Acker- und Wiesengelände. In Vaals und Lemiers berührt die Wanderroute kulturhistorisch bedeutende Bauwerke. Von der Haltestelle aus laufen wir in Richtung Grenze, überqueren die Hauptstraße und folgen dem Zeichen des GrenzRoutenweges Nr. 6 Am Supermarkt C1000 biegen wir in die Seitenstraße ein und gelangen zum Platz Clermontplein. Hier befindet sich das barocke Stadtpalais und die Fabrik des ehemaligen Textilfabrikanten Johann Arnold von Clermont. Es dient heute als Sitz der Gemeindeverwaltung von Vaals.

 Weiter führt unser Weg an einer Kirche der Reformationszeit vorbei. Den markierten Weg weiter folgend, passieren wir Kleng Wach: Es ist ein ehemaliges Grenzhäuschen und diente bis 1972 als Zollübergang für Fußgänger. Heute beherbergt es das kleinste und höchst gelegene Museum der Niederlande. Hinter dem Kleng Wach überquert unsere Route die Grenze und folgt dem Naturerlebnispfad entlang des Inneren Landgrabens. Weiter geht es steil bergauf, um den Vaalser Berg zu  bezwingen.  Auf der Höhe sieht man einen Adlerstein , diese markierten den Grenzverlauf im 17. Jahrhundert. Es gibt noch 178 Exemplare dies Steins. Der Adler symbolisiert das Aachener Wappentier. Der Adler wurde am Aufstellort der Steine von den Künstlern eingemeißelt. Jetzt befinden wir uns auf dem Äußeren Landgraben, der zum Dreiländerpunkt führt. 

  Der Dreiländerpunkt ist mit 322 m über Meereshöhe, die höchste Erhebung der Niederlande. Hier treffen die Grenzen von Deutschland, den Niederlanden und Belgiens aufeinander. Dies wird durch 3 Grenzsteine markiert. Zwischen 1814 und 1815 war es ein Vierländerpunkt, da auch die Grenze von  Neutral-Mooresnet hier anstieß. Wir haben dies bei unserer Grenzrouten-Wanderung Nr. 2 erlebt. Wir können uns hier stärken, entweder mit unserer Rucksackverpflegung oder in den verschieden gastronomischen Einrichtungen. Bei der Vorwanderung habe ich hier das gute "Tongelen-Starkbier" probiert. Von hier aus verfolgen wir unsere Route weiter entlang der belgisch-niederländischen Grenze Auf diesem Höhenzug (Schimperbosch) hatte im 1. Weltkrieg die deutsche Besatzungsmacht einen Elektrozaun errichtet, der das eroberte Belgien von den neutralen Niederlanden trennen sollte. Von diesem Hochspannungsdraht ist fast nichts mehr erhalten Nach einem weiterem Stück stoßen wir auf den Malenbosch. Er ist gemeinsam mit dem Vijlenerbosch das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande. Unterwegs passieren wir die höchstgelegene Baude der Niederlande im Kerperbosch. Es ist ein Bauernhof mit Gastwirtschaft. Wenn wir wollen, können wir hier Rast machen. Ich habe hier bei der Vorwanderung eine deftige Mittagsverpflegung eingenommen.   Nachdem wir den Wald verlassen haben, geht es durch eine Wiesenlandschaft auf Lemiers zu. Wir gelangen zum Kasteel Lemiers. Das heutige Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert. Wir gehen weiter entlang unserer markierten Route und passieren die Catharina-Kapelle von Lemiers. Sie wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erbaut. Jetzt nähern wir uns wieder Vaals und kommen am Kasteel Bloemendaal vorbei. Es ist ein frühklassizistisches Bauwerk und wurde von Johann Arnold von Clermont errichtet. Heute ist es ein Hotel. Nun sind wir schon fast an unserem Ausgangspunkt und beenden unsere Wanderung. Da unterwegs keine Wanderhütten sind, können wir entweder auf der Dreiländerhöhe oder in Vijlen uns setzen und essen.

 

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Stand: 09.06.09