Prachtbauten und Panoranablicke
Route 6 der Grenzrouten (Länge 16 km)
Dauer: ca. 4 - 5 Stunden
In Vaals und
Lemiers künden
Baudenkmäler von einer bewegten Geschichte. Die grünen Hügel des Umlandes
bieten zahlreiche faszinierende Aussichtspunkte.
Streckenverlauf:
Vaals -
Dreiländerpunkt -
Malensbos - Lemiers - Vaals diese Wanderroute verläuft durch Vaals und
das grüne Umland des Ortes und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft. An
vielen Stellen hat man eine gute Aussicht auf das
Vaalser Heuvelland.

Treffpunkt:
Naturfreunde Eschweiler Bushof, Fahrt mit der Linie 52 nach
Aachen Bushof
Interessierte, die mit
dem Auto nach Vaals kommen, warten an der dortigen Busstation auf die
Naturfreunde.
Wir starten
diesmal in Vaals
Parkplatz Grenze
unweit der Haltestelle der Buslinie 25, 33.
Den ersten
Teil unserer Wanderstrecke laufen wir durch Waldgebiete und
weiter durch landwirtschaftlich genutztem Acker- und
Wiesengelände. In Vaals und Lemiers berührt die Wanderroute
kulturhistorisch bedeutende Bauwerke. Von der Haltestelle aus
laufen wir in Richtung Grenze, überqueren die Hauptstraße und folgen dem Zeichen des
GrenzRoutenweges Nr. 6
Am Supermarkt C1000 biegen wir in die Seitenstraße ein und
gelangen zum Platz
Clermontplein. Hier befindet sich das
barocke
Stadtpalais
und die Fabrik des ehemaligen Textilfabrikanten
Johann Arnold von Clermont. Es dient heute als Sitz der
Gemeindeverwaltung von Vaals.
Weiter
führt unser Weg an einer Kirche der Reformationszeit vorbei.

Den markierten Weg weiter folgend, passieren wir Kleng Wach: Es
ist ein ehemaliges Grenzhäuschen und diente bis 1972 als
Zollübergang für Fußgänger. Heute beherbergt es das kleinste und
höchst gelegene Museum der Niederlande. Hinter dem Kleng Wach
überquert unsere Route die Grenze und folgt dem
Naturerlebnispfad entlang des
Inneren Landgrabens. Weiter geht
es steil bergauf, um den
Vaalser Berg zu bezwingen.
Auf der Höhe sieht man einen
Adlerstein
,
diese markierten den Grenzverlauf im 17. Jahrhundert. Es gibt
noch 178 Exemplare dies Steins. Der Adler symbolisiert das
Aachener Wappentier. Der Adler wurde am Aufstellort der Steine
von den Künstlern eingemeißelt. Jetzt befinden wir uns auf dem
Äußeren Landgraben, der zum
Dreiländerpunkt
führt.
Der
Dreiländerpunkt ist mit 322 m über Meereshöhe, die höchste
Erhebung der Niederlande. Hier treffen die Grenzen von
Deutschland, den Niederlanden und Belgiens aufeinander. Dies
wird durch 3 Grenzsteine markiert.
Zwischen 1814 und 1815 war es
ein Vierländerpunkt, da auch die Grenze von
Neutral-Mooresnet hier anstieß. Wir haben dies bei unserer
Grenzrouten-Wanderung Nr. 2 erlebt. Wir können uns hier stärken,
entweder mit unserer Rucksackverpflegung oder in den verschieden
gastronomischen Einrichtungen. Bei der Vorwanderung habe ich
hier das gute "Tongelen-Starkbier" probiert.
Von hier aus verfolgen wir unsere Route weiter entlang der
belgisch-niederländischen Grenze Auf diesem Höhenzug (Schimperbosch)
hatte im 1. Weltkrieg die deutsche Besatzungsmacht einen
Elektrozaun errichtet, der das eroberte Belgien von den
neutralen Niederlanden trennen sollte. Von diesem
Hochspannungsdraht ist fast nichts mehr erhalten Nach einem
weiterem Stück stoßen wir auf den Malenbosch. Er ist gemeinsam
mit dem Vijlenerbosch das größte zusammenhängende Waldgebiet der
Niederlande. Unterwegs passieren wir die höchstgelegene Baude
der Niederlande im Kerperbosch. Es ist ein Bauernhof mit
Gastwirtschaft. Wenn wir wollen, können wir hier Rast machen.
Ich habe hier bei der Vorwanderung eine deftige
Mittagsverpflegung eingenommen. Nachdem wir den Wald
verlassen haben, geht es durch eine Wiesenlandschaft auf Lemiers
zu. Wir gelangen zum Kasteel Lemiers.
Das heutige Gebäude stammt
aus dem 16. Jahrhundert. Wir gehen weiter entlang unserer
markierten Route und passieren die
Catharina-Kapelle
von
Lemiers. Sie wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erbaut.
Jetzt nähern wir uns wieder Vaals und kommen am Kasteel Bloemendaal
vorbei. Es ist ein frühklassizistisches Bauwerk und
wurde von Johann Arnold von Clermont errichtet. Heute ist es ein
Hotel. Nun sind wir schon fast an unserem Ausgangspunkt und
beenden unsere Wanderung. Da unterwegs keine Wanderhütten
sind, können wir entweder auf der
Dreiländerhöhe oder in Vijlen uns setzen und essen.