NaturFreunde Deutschlands - Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur

Bezirk Nordeifel 

 

22.07.09

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Liebe NaturfreundeInnen!

Es ist wieder mal soweit. Der Tag der Sonnenwende kommt immer näher und mit ihm die

Sonnenwendfeier

Sonnwendfeier 1920 am Teupitzsee. Von 19 bis 1924 veranstalteten die "Naturfreunde" Sonnwendfeiern. Es fuhren Sonderzüge zum Gasthof Tornows Idyll. 1920 nahmen 4.500 Personen an dem Fest teil.

  Der Bezirk Nordeifel will mit Euch feiern.

Wie Ihr unserem Programmheft sicherlich schon entnommen habt, wollen wir die diesjährige Sonnenwendfeier am Samstag den 21. Juni 2008 durchführen, und zwar  am Naturfreundehaus in Obermaubach.

Neben einer Wanderung über den Felsenrundgang nach Nideggen (Rückfahrt mit dem Bus), findet auch ein Spaziergang in und um Obermaubach statt.

Wir fahren 09.27 Uhr ab Eschweiler Hauptbahnhof bzw. 09.30 Uhr ab Haltepunkt Nothberg. Die Rückfahrt wird vor Ort geregelt.  Kosten für die Zugfahrt:  5.00 €.

 Für Euer leibliches Wohl zu zivilen Preisen wird – wie immer – bestens gesorgt.

Ab 15.00 Uhr werden Bärbel Ehlert und Friedhelm Lutzer das musikalische Programm bestreiten. Worte zur Sonnenwende trägt Elisabeth Koschorreck MdL aus Birkesdorf  vor.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und hoffen, dass wir ein paar schöne Stunden in geselliger Runde mit einander verbringen können. Wer mitfahren will, muss sich bis zum 18.06.2008 bei Josef oder Gerlinde melden!!!

Von Euch mitzubringen sind gute Laune, schönes Wetter, guten Hunger und einen anständigen Durst! Auch Eure Freunde und Bekannte sind herzlich willkommen.

 

Die Sonne begrüßen am längsten Tag des Jahres

Am 21. Juni 2008 ist die Sommersonnenwende. In Berlin ist der Sonnenuntergang erst um 21.32 Uhr, in Stuttgart um 21.29 Uhr, in München um 21.17 Uhr und in Hamburg um 21.52 Uhr - die Erde ist auch bei uns rund. Ab diesem Datum werden die Tage wieder kürzer.

In vielen Kulturen gibt es zum Sommerbeginn Bräuche und Riten - bei uns z.B. das Sonnwend­ oder Johannisfeuer, das oft auf Bergen entzündet wird, bei Dorffesten zur Mutprobe des Überspringens reizt und bei denen es oft eine Feuerrede gibt.

Die Sonnwendfeier

Schon die Kelten und Germanen, so schreibt der Brockhaus, haben zur Winter- und zur Sommersonnenwende am 21. und 22. Juni Feste veranstaltet, in deren Mittelpunkt Sonnenwendfeuer standen. "Über die Inhalte und Abläufe der keltischen und germanischen Sonnenwendfeiern ist aus historischen Quellen wenig bekannt, zumal die antiken und christlichen Quellen nicht unbedingt zuverlässig sind, da sie die berichteten Details nach ihren jeweiligen eigenen Ideologien umgedeutet haben." Gezweifelt und gedeutelt wird trotzdem vieler Orten.

Bei den NaturFreunden und vielen anderen Vereinen sind die Sonnwendfeiern heute meist schöne Familienspektakel rund um den längsten Tag des Jahres - mit Spiel, Sport, Grillen und Stockbrot (Knüppelteig), geselligem Beisammensein und Feuerrede. In vielen Ortsgruppen lebten in den 70-iger Jahren die traditionellen Sonnwendfeiern um ein großes Feuer wieder auf.

Das Johannisfest

Das christliche Fest des Johannes findet drei Tage nach der astronomischen Sommersonnenwende am 24. Juni statt. Vermutet wird, dass es dem Christentum nicht gelang, die "heidnischen" Kulte sofort zu verdrängen, die das Fest noch zum Tag der Sonnenwende begangen haben. Johannisfeuer finden sich seit dem 15. Jahrhundert belegt und gewannen im Verlauf des 19. Jahrhunderts in ganz Deutschland zunehmende Popularität. Im ausgehenden 19. Jahrhundert interessierten sich insbesondere sozialistische Gruppen, die Naturfreundebewegung und die Wandervögel für diesen Feuertermin. Eine große Verbreitung begann in den zwanziger Jahren über verschiedene gesellschaftliche Gruppierungen, die den Feuerbrauch mit unterschiedlichen Ideen in Verbindung brachten, darunter die Turnvereine. Um 1925 erging für die Turnverbände am Mittelrhein und auf dem Hunsrück die Anordnung, Sonnwendfeuer abzubrennen. Ein alter und unpolitischer Brauchtermin wurde auf diese Weise deutlich instrumentalisiert. Die Nationalsozialisten verstanden es anschließend, diesen durchaus beliebten Feuerbrauch im Sinne ihrer Ideologie zu besetzen (tlw. entnommen von Fritz Schellack, www.hunsrueck-zeitung.com). Am 7. Juni 1933 verordneten sie das Feiern der Sonnenwende am 21. Juni zum astronomischen Datum. Nach dem Ende der Nazidiktatur ebbte die Feierlust an diesem Tag in weiten Teilen Deutschlands wieder ab.

     Berg frei!

       gez. Leo Gehlen

Bezirksvorsitzender   

   

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Stand: 10.06.08