Liebe NaturfreundeInnen!
Es ist wieder mal soweit. Der Tag der
Sonnenwende kommt immer näher und mit
ihm die
Sonnenwendfeier
Sonnwendfeier
1920 am Teupitzsee. Von 19 bis 1924 veranstalteten die "Naturfreunde"
Sonnwendfeiern. Es fuhren Sonderzüge zum Gasthof Tornows Idyll. 1920 nahmen
4.500 Personen an dem Fest teil.
Der
Bezirk Nordeifel will mit Euch feiern.
Wie
Ihr unserem Programmheft sicherlich schon entnommen habt, wollen wir die
diesjährige
Sonnenwendfeier am
Samstag den 21. Juni 2008
durchführen, und zwar
am
Naturfreundehaus in
Obermaubach.

Neben einer Wanderung über den
Felsenrundgang nach Nideggen
(Rückfahrt mit dem Bus),
findet auch ein
Spaziergang in und um Obermaubach statt.
Wir
fahren 09.27 Uhr ab Eschweiler Hauptbahnhof bzw. 09.30 Uhr ab Haltepunkt
Nothberg. Die Rückfahrt wird vor Ort geregelt. Kosten für die Zugfahrt:
5.00 €.
Für
Euer leibliches Wohl zu zivilen Preisen wird – wie immer – bestens gesorgt.
Ab 15.00 Uhr werden Bärbel Ehlert und
Friedhelm Lutzer das musikalische Programm bestreiten.
Worte zur Sonnenwende
trägt Elisabeth Koschorreck MdL aus Birkesdorf vor.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und
hoffen, dass wir ein paar schöne Stunden in geselliger Runde mit einander
verbringen können. Wer mitfahren will, muss sich bis zum
18.06.2008 bei Josef oder Gerlinde melden!!!
Von Euch mitzubringen
sind gute Laune, schönes Wetter, guten Hunger und einen anständigen Durst!
Auch
Eure Freunde und Bekannte sind herzlich willkommen.
Die Sonne begrüßen am
längsten Tag des Jahres
Am 21. Juni 2008 ist die
Sommersonnenwende. In Berlin ist der Sonnenuntergang erst um 21.32 Uhr, in
Stuttgart um 21.29 Uhr, in München um 21.17 Uhr und in Hamburg um 21.52 Uhr
- die Erde ist auch bei uns rund. Ab diesem Datum werden die Tage wieder
kürzer.
In vielen Kulturen gibt
es zum Sommerbeginn Bräuche und Riten - bei uns z.B. das Sonnwend oder
Johannisfeuer, das oft auf Bergen entzündet wird, bei Dorffesten zur
Mutprobe des Überspringens reizt und bei denen es oft eine Feuerrede gibt.
Die Sonnwendfeier
Schon
die Kelten und Germanen, so schreibt der Brockhaus, haben zur Winter- und
zur Sommersonnenwende am 21. und 22. Juni Feste veranstaltet, in deren
Mittelpunkt Sonnenwendfeuer standen. "Über die Inhalte und Abläufe der
keltischen und germanischen Sonnenwendfeiern ist aus historischen Quellen
wenig bekannt, zumal die antiken und christlichen Quellen nicht unbedingt
zuverlässig sind, da sie die berichteten Details nach ihren jeweiligen
eigenen Ideologien umgedeutet haben." Gezweifelt und gedeutelt wird trotzdem
vieler Orten.
Bei den NaturFreunden
und vielen anderen Vereinen sind die Sonnwendfeiern heute meist schöne
Familienspektakel rund um den längsten Tag des Jahres - mit Spiel, Sport,
Grillen und Stockbrot (Knüppelteig), geselligem Beisammensein und Feuerrede.
In vielen Ortsgruppen lebten in den 70-iger Jahren die traditionellen
Sonnwendfeiern um ein großes Feuer wieder auf.
Das Johannisfest
Das christliche Fest des
Johannes findet drei Tage nach der astronomischen Sommersonnenwende am 24.
Juni statt. Vermutet wird, dass es dem Christentum nicht gelang, die
"heidnischen" Kulte sofort zu verdrängen, die das Fest noch zum Tag der
Sonnenwende begangen haben. Johannisfeuer finden sich seit dem 15.
Jahrhundert belegt und gewannen im Verlauf des 19. Jahrhunderts in ganz
Deutschland zunehmende Popularität. Im ausgehenden 19. Jahrhundert
interessierten sich insbesondere sozialistische Gruppen, die
Naturfreundebewegung und die Wandervögel für diesen Feuertermin. Eine große
Verbreitung begann in den zwanziger Jahren über verschiedene
gesellschaftliche Gruppierungen, die den Feuerbrauch mit unterschiedlichen
Ideen in Verbindung brachten, darunter die Turnvereine. Um 1925 erging für
die Turnverbände am Mittelrhein und auf dem Hunsrück die Anordnung,
Sonnwendfeuer abzubrennen. Ein alter und unpolitischer Brauchtermin wurde
auf diese Weise deutlich instrumentalisiert. Die Nationalsozialisten
verstanden es anschließend, diesen durchaus beliebten Feuerbrauch im Sinne
ihrer Ideologie zu besetzen (tlw. entnommen von Fritz Schellack,
www.hunsrueck-zeitung.com).
Am 7. Juni 1933 verordneten sie das
Feiern der Sonnenwende am 21. Juni zum astronomischen Datum. Nach dem Ende
der Nazidiktatur ebbte die Feierlust an diesem Tag in weiten Teilen
Deutschlands wieder ab.
Bezirksvorsitzender
