Auf den Spuren eines politischen
Kunstproduktes
Route 2 der Grenzrouten (Länge 20 km)
Dauer: ca. 5 - 6 Stunden
Neutral-Moresnet war für mehr als hundert Jahre der vierte Staat in der
Grenzregion.
Streckenverlauf:
Kelmis -
Moresnet -
Dreiländerpunkt -
Preuswald - Hergenrath - diese Wanderroute umrundet in etwa das Gebiet
des ehemaligen Mini-Staates Neutral-Moresnet.
Da es mit den
Nahverkehrsmitteln sonntags eine Weltreise ist, fahren wir mit Autos. Wir
fahren in Fahrgemeinschaften. Treffpunkt: Parkplatz Arbeitsamt
Wir starten
diesmal in Kelmis
Parkplatz Kreuzung Altenberger Straße /
Emmaburger Weg
unweit der Haltestelle der Buslinie BBL 396.
Den ersten
Teil unserer Wanderstrecke laufen wir über offenes Wiesengelände,
danach durch Waldgebiete und zum Abschluss bebaute Dörfer und
Ortschaften. Von der Haltestelle aus biegen wir nach Links ab
und folgern dem Zeichen des
GrenzRoutenweges Nr. 2
zur
Eyneburg (Emmaburg).
Weiter führt unser Weg über teilweise sumpfige Wiesen in
Richtung
Casinoweiher. Von hier haben wir einen herrlichen
Fernblick über Kelmis. Am Ortsrand von Kelmis, am Zusammenfluss
von Lontzener- und Grünstrasserbach, liegt die
Rochuskapelle aus dem 16. Jahrhundert
. Sie ist dem heiligen Rochus, dem Schutzpatron der Pestkranken, gewidmet. Neben der
Kapelle steht eine 400 Jahre alte Linde. Unweit der Kapelle
queren wir die Lütticher Straße. Weiter geht es durch das
Göhltal entlang der
Göhl
in Richtung Moresnet.
Dieser Fluss mündet nach 40 km in die Maas. Der Name der Göhl
stammt aus dem germanischen Wort "Galia". Weiter geht es
Richtung Moresnet durch das
Göhltal-Viadukt.
Danach gehen wir ein kleines Stück durch Moresnet, das
durch seine Bruchsteinhäuser auffällt.
Danach unterqueren wir dieses Viadukt ein weiteres Mal
und gehen entlang der Eisanbahnstrecke bis wir die
Moresneter Straße zwischen La Capelle und Kelmis überqueren.
Wir folgen den Wanderweg bis wir an die Bahnstrecke stoßen.
Weiter folgen wir dem Bittweg in Richtung Dreiländereck.
Teilweise folgt unsere Strecke dem
Jakobspilgerweg,
der bis nach
Santiago de Compostela führt. Er ist durch den Preuswald
führend, gleichzeitig der historische
Prozessionsweg zwischen Aachen und Moresnet.
Nach ca. 400
kommt man an einen Bahnübergang. Wir überschreiten die ehemalige
Grenze von Neutral-Moresnet. Entlang des Bittweges
kann man noch die ehemaligen
Grenzsteine sehen. An ihnen gehen wir bis zum
Dreiländereck entlang.
Der
Dreiländerpunkt ist mit 322 m über Meereshöhe, die höchste
Erhebung der Niederlande.
Von hier aus verfolgen wir unsere Route weiter den Königsweg
durch den
Königswald. Den weiteren Grenzverlauf bilden die
Burgundersteine. Nach einem weiterem Stück auf dem
Bittweg überqueren wir die Grenze nach Deutschland und trifft
die
Aachener Landwehr (Landgraben). Nach einiger Zeit stoßen
wir wieder auf den Jakobsweg, den wir nach links folgen.
Durch den Preuswald
vorbei am
Fernmeldeturm
kommen wir zu "Maria im Tann", überqueren wir die
Lütticher Straße. Wir biegen nach rechts ab und laufen die
Lütticher Straße bis zum Entenpfuhler Weg, dem wir ein
kleines Stück folgen. Danach folgen wir unseren Wanderweg nach
rechts. Anfangs kommen wir durch Waldgebiet, späte durch offene
Landschaft mit einer herrlichen Fernsicht. Wir überqueren
wiederum die Bahnlinie, gehen durch Flönnes bis wir wieder
unseren Ausgangspunkt erreichen. Da unterwegs keine Wanderhütten
sind, können wir entweder in Moresnet oder auf der
Dreiländerhöhe uns setzen und essen.