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Treffpunkt:
09.30 Uhr Parkplatz am Bushof
Strecke: ca.
17 km
Rucksackverpflegung und
feste Wanderschuhe sind angesagt. Gehzeit 4 - 5 Stunden. Die größte Anstieg
beträgt 12 %, insgesamt sind 355 Höhenmeter zu bewältigen. Wir kommen
insgesamt an 2 Schutzhütten vorbei.
Weitere Informationen zum Eifelsteig gibt es außer
Internet bei der Eifel Tourismus GmbH, Kalvarienberstraße 1, 54595 Prüm,
Tel.: 06551 / 96560 oder per Mail: info@eifelsteig.de
Die mäßig ansteigende Strecke ist die erste Etappe
des rund 300 Kilometer langen Eifelsteigs zwischen Aachen und Trier. Auf der
Wanderung durch die Wald- und Heidelandschaft kommen wir auf unsere Kosten.
Wir fahren 09.30 Uhr mit Autos nach
Kornelimünster.
Unser Ausgangspunkt
ist der Marktplatz von Kornelimünster Hier werdet
Ihr vom Wanderleiter erwartet. Ich bin diese Strecke im Dezember 2009 bei
schönstem Winterwetter vorgegangen. Wer sein Pausenbrot vergessen hat kann
bei der Bäckerei am Markt sich noch schnell eine Kleinigkeit holen.
Die Wanderung beginnt am
Marktplatz (Korneliusmarkt)
von Kornelimünster.
Schon vor dem Start in Kornelimünster lohnt sich
hier eine Besichtigung der ehemaligen Reichsabtei . Die ehemalige
Reichsabtei in Kornelimünster wurde zwischen 1721 und 1728 als dreiflügelige
Barockanlage erbaut. Sehenswert ist der Kapitelsaal mit Deckengemälden.
Außerdem gibt es hier die Dauerausstellung „Kunst aus NRW“ mit über 200
modernen Werken zu bestaunen. Weiterhin
gibt es sehr schöne alte Bürgerhäuser in Marktplatznähe. Die Geschichte von Kornelimünster reicht zurück bis
zur Römerzeit. Heute sind davon noch Reste des Tempelbezirks Varneum
(oberhalb von Kornelimünster, unweit der Verbindungsstraße Kornelimünster -
Breinig) vorhanden. Sie können kostenfrei besichtigt werden. Kornelimünster
erlang in der karolingischen Zeit an Bedeutung, da hier kostbare Reliquien
(des Märtyrerpapstes Kornelius aus dem Jahre 875) im Kloster aufbewahrt wurden.
Hiervon leitet sich der Ortsname ab. Der Ort ist durch seine Abtei berühmt,
die im Jahre 814 durch Benedikt von Aniane gegründet wurde. Seit dem 13. Jahrhundert finden zur Korneliusoktav, der
Woche nach dem 16. September, Pilgerfahrten statt. Jedes Jahr im Juni findet
im Zentrum der Historische Jahrmarkt statt. Seit 1972 gehört Kornelimünster
zu Aachen.
Vom Korneliusmarkt gehen wir zur B258,
überqueren sie, gehen nach
links etwa 100 m. An der Brücke folgen wir der
Inde nach
rechts (Eifelsteig
(gelb-blau-grünes Emblem /
Matthiasweg 6).
Wir passieren Hecken und Wiesen.
Nach ca. 200 m kommt eine Fußgängerbrücke aus
Holz,
hier mündet der
Iterbach in die Inde. wir
gehen über sie und überqueren wiederum die
B258. Wir folgen dem Eifelsteig
weiter, überwinden eine Tiersperre an einem Gutshof, gehen
nach den Stallungen
einen Berg mit Treppen hinauf, gehen den
Weg über die Wiesen entlang einer links liegenden Hecke. Danach unterqueren
wir ein Viadukt
der früheren
Vennbahn. Es folgt eine wildromantische Strecke
mit
meterhohen Brennnesseln auf einem schmalen Pfad, die im Winter leider nicht
zu sehen sind. Der Weg führt nach links (Krönungsweg
20). Bald kommt ein Rastplatz am Damm der ehemaligen
Vennbahn.
Die Gleise sind noch vorhanden. Dieser Weg bis bis zum Jahre 2015 als
kombinierter Rad-/Fußgängerweg, der bis nach Luxemburg geht, umgebaut.
Wir gehen den Krönungsweg 20
weiter, danach geht es bergab ins Tal. Danach
müssen wir etliche Stufen hinaufsteigen. Oben
werden wir mit einem herrlichen Blick links über das
Indetal und sehen einen
stillgelegten Kalkofen. Dort befindet sich
ein weiterer Rastplatz.
Wir gehen den Weg am Vennbahndamm weiter bis wir
Hahn (hier gab es früher ein Spital für fußkranke Pilger aus der
Eifel, die nach Aachen wallfahrten) erreichen und biegen in die Straße "Knipp"
ein. Diese Straße folgen wir bergab und erreichen die Kreisstraße (Hahner
Straße). Wir gehen diese Straße nach rechts ungefähr 100 m
entlang. Von dort führt uns die Wegweisung des Lehrpfads (Symbol
eines Kalkofens) führt uns über eine Fußgängerbrücke. In
Hahn sehen wir auf dem Weg viele schöne Bruchsteinhäuser. Auf der linken
Flussseite gehen wir links in eine Nebenstraße
in den Kalkofenweg.
Die Kalköfen hatten früher eine große
wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Hinter der
Bushaltestelle "Hahn-Steinbruch"
(Linie 35/67/68) zurück über die Inde und dem Weg in das
Kalk-Steinbruch-Gebiet folgen,
führt der markierte Weg nach links
(Eifelsteig). Wir
überqueren die Inde ein weiteres Mal. Vorbei am
Kalkofen "Au" (Mathiasweg
6 ) gehen wir an der Inde entlang und
überqueren sie an der nächsten Brücke.
Vorbei an einem
Trichterofen
(Besichtigung lohnt, die Treppe zum Abstieg liegt hinter der Schautafel
).
Rechter Hand sehen wir das ehemalige Abbaugebiet von Walheim. Hier
gibt es zwei Entspannungsliegen.
Der stillgelegte Kalk-Steinbruch durchschneidet
einen Berghang, der aus dem Indetal nach Süden hin ansteigt. Kalkstein wurde
in dem Gebiet erst seit etwa 1900 in größerem Umfang abgebrochen. Bis zur
Stilllegung wurden hier etwa 1,5 Millionen Tonnen Kalk abgebaut. 1979 wurde
der Steinbruch stillgelegt.
Am Ende des
Kalkofen-Lehrpfades erläutern zwei lesenswerte Schautafeln die
Entstehung von Kalkstein. Bis 1950 wurde in Walheim Kalkstein abgebaut und
an Ort und Stelle in Kalköfen zu
Branntkalk verarbeitet.
Am Parkplatz "Freizeitgelände"
gehen wir nach links in das
Freizeitgelände
hinein.
Es befindet sich auf dem ehemaligen Betriebsgelände des Kalkwerkes und wird
sehr gut von Familien mit Kindern besucht. Der Hauptweg führt zu einem Hangelgerüst.
Bei schlechtem Wetter können wir und hier in einer großen Picknick-Hütte
unterstellen. Dort gehen wir nach rechts an der Minigolfanlage und dem Imbiss
(hier kann kurz Rast gemacht werden und man bekommt Kaffee, wenn er geöffnet
ist) vorbei in
Richtung Friesenrath (im Schloss gab es früher eine gehobene
Gastronomie, inzwischen ist es geschlossen). Seit Hahn haben wir die
Inde in stetiger Begleitung, mal rechts, mal links. Nun verlassen wir das
NSG Kalkofenwanderung.
Wir gelangen in Friesenrath in den "Pannekogweg",
gehen in weiter bis wir an eine kleine Kapelle gelangen. Dem „Friesenrather
Weg“ folgen, und am Ortsende links ab. Nun
erreichen wir den Münsterwald.
Jetzt durchlaufen wir rund 6 km fast nur Waldgebiete,
Hier geht es auf dem Waldweg bergan weiter. Am Wegesrand wachsen Buchen,
Ilex und Farn (leider nicht im Winter). Nach etwa 1 Kilometer
rechts ab und weiter auf dem mit dem Zeichen
des Eifelsteiges markierten Weg. Vorbei geht es an der Waldsiedlung
Kitzenhaus. Wir passieren zwei Schutzhütten.
Wir wandern ins Vichtbachtal. Am Hohlweg wieder
rechts ab und über die Uelenfurt-Brücke.
Scharf links, dann rechts
auf den Waldpfad. Wir passieren die Sinziger Schneise und kommen an
Rott (hier befindet sich die Gemeindegrenze zu Roetgen) vorbei. Wir
haben 100 Höhenmeter auf 2 km Länge bewältigt. Die „Königsbergerstraße“
überqueren und geradeaus den Wald hoch.
Zusammen mit dem Mathiasweg auf Waldpfaden bergan, die L 238
überqueren, weiter mäßig ansteigend in das
NSG
Struffelt Heide. Hier befindet sich der höchste Punkt unserer
Wanderung mit 442 m NN und ist das schönste Teilstück unserer Wanderung.
Eine Info-Tafel erläutert die hier vorhandenen Vogelarten. Hier befindet
sich eine Sitzgruppe und wiederum zwei Entspannungsliegen. Hier seht es aus
wie im
Venn. Wenn kein Schnee liegt, kann man den Bohlenweg sehen, den wir
entlang gehen. Rechts und links vom Weg befinden sich kleine , moorige
Rinnsäle. Der Weg sollte nicht verlassen werden.
An der Kreuzung rechts
ab bis zur Dreilägerbachtalsperre
.
Der Abstieg bis zur Straße beträgt 26 % und ist serpentinenartig, er muss
vorsichtig gegangen werden. Ich kam bei meiner Vorwanderung im Dezember 2009
bei Schnee schnell ins rutschen. Wir kommen auf die L 238 und können
die Staumauer sehen. Von hier sind es nur noch 2,5 km bis zum Ziel.
Die Talsperre dient der Trinkwasserversorgung eines
Großteils der Stadt und des Kreises Aachen. Sie wurde zwischen 1909 und 1912
erbaut und kann insgesamt 4,28 Millionen Kubikmeter Wasser stauen. Das
stammt unter anderem aus dem Dreilägerbach und dem Schleebachgraben.
Die L 238 überqueren,
dem Weg um das Filterwerk herum bis zum Waldpfad folgen. Es
geht wieder bergan. Wir gehen an der belgischen Grenze lang, was man an den
Bahnübergangszeichen erkennen kann. Wir sehen auch wieder die Trasse der
ehemaligen Vennbahn. Am Talrand des Grölisbachs geradeaus hinauf bis
Roetgen Bahnhof (ist in Belgien). Damit haben wir unser Wanderziel erreicht.
Hier befindet sich eine Bushaltestelle. Wir können mit dem Bus zu unserem
Ausgangsort zurückkehren.
Karte: Eifelsteig von Aachen bis Trier, 1:50
000, 1. Auflage 2008
Literatur:
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Christiane Rüffer-Lukowitz / Jochen Rüffer: "Eifelsteig
Wanderführer" mit GPS-Daten, J.P. Bachem Verlag, 1. Auflage 2008
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Aachener Zeitung vom 17. Juni 2009 Seite 12
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