NaturFreunde Deutschlands - OG Eschweile
                   Wanderung "Von Kornelimünster nach Roetgen" 1. Etappe des Eifelsteigs       

 

17.05.11

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1. Etappe des Eifelsteigs
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Treffpunkt: 09.30 Uhr Parkplatz am Bushof

          Strecke: ca. 17 km   

(Vom Markt Kornelimünster - Kalkofenlehrpfad - Freizeitgelände Walheim - Friesenrath - Münsterwald - Kitzenhaus - Sinzinger Schneise - Vichtbach - Rott - Struffelt Heide -Dreilägerbachtalsperre - Grölisbach - Roetgen)

  Rucksackverpflegung und feste Wanderschuhe sind angesagt. Gehzeit 4 - 5 Stunden. Die größte Anstieg beträgt 12 %, insgesamt sind 355 Höhenmeter zu bewältigen. Wir kommen insgesamt an 2 Schutzhütten vorbei.

Weitere Informationen zum Eifelsteig gibt es außer Internet bei der Eifel Tourismus GmbH, Kalvarienberstraße 1, 54595 Prüm, Tel.: 06551 / 96560 oder per Mail: info@eifelsteig.de

Die mäßig ansteigende Strecke ist die erste Etappe des rund 300 Kilometer langen Eifelsteigs zwischen Aachen und Trier. Auf der Wanderung durch die Wald- und Heidelandschaft kommen wir auf unsere Kosten.

Wir fahren 09.30 Uhr mit Autos nach Kornelimünster.

Unser Ausgangspunkt ist der Marktplatz von Kornelimünster Hier werdet Ihr vom Wanderleiter erwartet. Ich bin diese Strecke im Dezember 2009 bei schönstem Winterwetter vorgegangen. Wer sein Pausenbrot vergessen hat kann bei der Bäckerei am Markt sich noch schnell eine Kleinigkeit holen.
 

Die Wanderung beginnt am Marktplatz (Korneliusmarkt) von Kornelimünster.

Schon vor dem Start in Kornelimünster lohnt sich hier eine Besichtigung der ehemaligen Reichsabtei . Die ehemalige Reichsabtei in Kornelimünster wurde zwischen 1721 und 1728 als dreiflügelige Barockanlage erbaut. Sehenswert ist der Kapitelsaal mit Deckengemälden. Außerdem gibt es hier die Dauerausstellung „Kunst aus NRW“ mit über 200 modernen Werken zu bestaunen. Weiterhin gibt es sehr schöne alte Bürgerhäuser in Marktplatznähe. Die Geschichte von Kornelimünster reicht zurück bis zur Römerzeit. Heute sind davon noch Reste des Tempelbezirks Varneum (oberhalb von Kornelimünster, unweit der Verbindungsstraße Kornelimünster - Breinig) vorhanden. Sie können kostenfrei besichtigt werden. Kornelimünster erlang in der karolingischen Zeit an Bedeutung, da hier kostbare Reliquien (des Märtyrerpapstes Kornelius aus dem Jahre 875) im Kloster aufbewahrt wurden. Hiervon leitet sich der Ortsname ab. Der Ort ist durch seine Abtei berühmt, die im Jahre 814 durch Benedikt von Aniane gegründet wurde. Seit dem 13. Jahrhundert finden zur Korneliusoktav, der Woche nach dem 16. September, Pilgerfahrten statt. Jedes Jahr im Juni findet im Zentrum der Historische Jahrmarkt statt. Seit 1972 gehört Kornelimünster zu Aachen.

Vom Korneliusmarkt gehen wir zur B258, überqueren sie, gehen nach links etwa 100 m. An der Brücke folgen wir der Inde nach rechts (Eifelsteig (gelb-blau-grünes Emblem / Matthiasweg 6). Wir passieren Hecken und Wiesen.

Nach ca. 200 m kommt eine Fußgängerbrücke aus Holz, hier mündet der Iterbach in die Inde. wir gehen über sie und überqueren wiederum die B258. Wir folgen dem Eifelsteig weiter, überwinden eine Tiersperre an einem Gutshof, gehen nach den Stallungen einen Berg mit Treppen hinauf, gehen den Weg über die Wiesen entlang einer links liegenden Hecke. Danach unterqueren wir ein Viadukt der früheren Vennbahn. Es folgt eine wildromantische Strecke mit meterhohen Brennnesseln auf einem schmalen Pfad, die im Winter leider nicht zu sehen sind. Der Weg führt nach links (Krönungsweg 20). Bald kommt ein Rastplatz am Damm der ehemaligen Vennbahn. Die Gleise sind noch vorhanden. Dieser Weg bis bis zum Jahre 2015 als kombinierter Rad-/Fußgängerweg, der bis nach Luxemburg geht, umgebaut.

Wir gehen den Krönungsweg 20 weiter, danach geht es bergab ins Tal. Danach müssen wir etliche Stufen hinaufsteigen. Oben werden wir mit einem herrlichen Blick links über das Indetal und sehen einen stillgelegten Kalkofen. Dort befindet sich ein weiterer Rastplatz.

Wir gehen den Weg am Vennbahndamm weiter bis wir Hahn (hier gab es früher ein Spital für fußkranke Pilger aus der Eifel, die nach Aachen wallfahrten) erreichen und biegen in die Straße "Knipp" ein. Diese Straße folgen wir bergab und erreichen die Kreisstraße (Hahner Straße). Wir gehen diese Straße nach rechts ungefähr 100 m entlang. Von dort führt uns die Wegweisung des Lehrpfads (Symbol eines Kalkofens) führt uns über eine Fußgängerbrücke. In Hahn sehen wir auf dem Weg viele schöne Bruchsteinhäuser. Auf der linken Flussseite gehen wir links in eine Nebenstraße in den Kalkofenweg. Die Kalköfen hatten früher eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Hinter der Bushaltestelle "Hahn-Steinbruch" (Linie 35/67/68) zurück über die Inde und dem Weg in das Kalk-Steinbruch-Gebiet folgen, führt der markierte Weg nach links (Eifelsteig). Wir überqueren die Inde ein weiteres Mal. Vorbei am Kalkofen "Au" (Mathiasweg 6 ) gehen wir an der Inde entlang und überqueren sie an der nächsten Brücke.

Vorbei an einem Trichterofen (Besichtigung lohnt, die Treppe zum Abstieg liegt hinter der Schautafel ). Rechter Hand sehen wir das ehemalige Abbaugebiet von Walheim. Hier gibt es zwei Entspannungsliegen.

Der stillgelegte Kalk-Steinbruch durchschneidet einen Berghang, der aus dem Indetal nach Süden hin ansteigt. Kalkstein wurde in dem Gebiet erst seit etwa 1900 in größerem Umfang abgebrochen. Bis zur Stilllegung wurden hier etwa 1,5 Millionen Tonnen Kalk abgebaut. 1979 wurde der Steinbruch stillgelegt.

Am Ende des Kalkofen-Lehrpfades erläutern zwei lesenswerte Schautafeln die Entstehung von Kalkstein. Bis 1950 wurde in Walheim Kalkstein abgebaut und an Ort und Stelle in Kalköfen zu Branntkalk verarbeitet.

Am Parkplatz "Freizeitgelände" gehen wir nach links in das Freizeitgelände hinein. Es befindet sich auf dem ehemaligen Betriebsgelände des Kalkwerkes und wird sehr gut von Familien mit Kindern besucht. Der Hauptweg führt zu einem Hangelgerüst. Bei schlechtem Wetter können wir und hier in einer großen Picknick-Hütte unterstellen. Dort gehen wir nach rechts an der Minigolfanlage und dem Imbiss (hier kann kurz Rast gemacht werden und man bekommt Kaffee, wenn er geöffnet ist) vorbei in Richtung Friesenrath (im Schloss gab es früher eine gehobene Gastronomie, inzwischen ist es geschlossen). Seit Hahn haben wir die Inde in stetiger Begleitung, mal rechts, mal links. Nun verlassen wir das NSG Kalkofenwanderung.

Wir gelangen in Friesenrath in den "Pannekogweg", gehen in weiter bis wir an eine kleine Kapelle gelangen. Dem „Friesenrather Weg“ folgen, und am Ortsende links ab. Nun erreichen wir den Münsterwald.

Jetzt durchlaufen wir rund 6 km fast nur Waldgebiete, Hier geht es auf dem Waldweg bergan weiter. Am Wegesrand wachsen Buchen, Ilex und Farn (leider nicht im Winter). Nach etwa 1 Kilometer rechts ab und weiter auf dem mit dem Zeichen des Eifelsteiges markierten Weg. Vorbei geht es an der Waldsiedlung Kitzenhaus. Wir passieren zwei Schutzhütten. Wir wandern ins Vichtbachtal.  Am Hohlweg wieder rechts ab und über die Uelenfurt-Brücke. Scharf links, dann rechts auf den Waldpfad. Wir passieren die Sinziger Schneise und kommen an Rott (hier befindet sich die Gemeindegrenze zu Roetgen) vorbei. Wir haben 100 Höhenmeter auf 2 km Länge bewältigt. Die „Königsbergerstraßeüberqueren und geradeaus den Wald hoch.  Zusammen mit dem Mathiasweg auf Waldpfaden bergan, die L 238 überqueren, weiter mäßig ansteigend in das NSG Struffelt Heide. Hier befindet sich der höchste Punkt unserer Wanderung mit 442 m NN und ist das schönste Teilstück unserer Wanderung. Eine Info-Tafel erläutert die hier vorhandenen Vogelarten. Hier befindet sich eine Sitzgruppe und wiederum zwei Entspannungsliegen. Hier seht es aus wie im Venn. Wenn kein Schnee liegt, kann man den Bohlenweg sehen, den wir entlang gehen. Rechts und links vom Weg befinden sich kleine , moorige Rinnsäle. Der Weg sollte nicht verlassen werden.

An der Kreuzung rechts ab bis zur Dreilägerbachtalsperre . Der Abstieg bis zur Straße beträgt 26 % und ist serpentinenartig, er muss vorsichtig gegangen werden. Ich kam bei meiner Vorwanderung im Dezember 2009 bei Schnee schnell ins rutschen. Wir kommen auf die L 238 und können die Staumauer sehen. Von hier sind es nur noch 2,5 km bis zum Ziel.

Die Talsperre dient der Trinkwasserversorgung eines Großteils der Stadt und des Kreises Aachen. Sie wurde zwischen 1909 und 1912 erbaut und kann insgesamt 4,28 Millionen Kubikmeter Wasser stauen. Das stammt unter anderem aus dem Dreilägerbach und dem Schleebachgraben.

Die L 238 überqueren, dem Weg um das Filterwerk herum bis zum Waldpfad folgen. Es geht wieder bergan. Wir gehen an der belgischen Grenze lang, was man an den Bahnübergangszeichen erkennen kann. Wir sehen auch wieder die Trasse der ehemaligen Vennbahn. Am Talrand des Grölisbachs geradeaus hinauf bis Roetgen Bahnhof (ist in Belgien). Damit haben wir unser Wanderziel erreicht. Hier befindet sich eine Bushaltestelle. Wir können mit dem Bus zu unserem Ausgangsort zurückkehren.

Karte: Eifelsteig von Aachen bis Trier, 1:50 000, 1. Auflage 2008

Literatur:

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Christiane Rüffer-Lukowitz / Jochen Rüffer: "Eifelsteig Wanderführer" mit GPS-Daten, J.P. Bachem Verlag, 1. Auflage 2008

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Aachener Zeitung vom 17. Juni 2009 Seite 12

 

 

 

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Stand: 13.12.09