Zehn Jahre, nachdem
in Wien 185 Männer und
Frauen den Touristenverein `Die Naturfreunde` gründen, ist es auch in Deutschland soweit. Als 42. Gruppe im Gesamtverein organisieren sich die Münchner Anfang August 1905. Sie sind die Ersten, und dementsprechend wird 100 Jahre später - Ehre, wem Ehre gebührt - die zentrale Festveranstaltung in der bayrischen Landeshauptstadt stattfinden. Und zwar am
8. Oktober.
1905 - die Naturfreunde haben inzwischen 9.000 Mitglieder, 15 Prozent davon sind Frauen. Eine Geschichte, passend zur Vorweihnachtszeit, illustriert ihre Bedeutung: 1905 wird in Wien die erste kostenlose Märchenlesung für (Arbeiter-Kinder) veranstaltet, 300 Mädchen und Jungen nehmen teil, nur fünf Jahre später werden es 20.000 sein.
1905 - auch die Schweizer gründen sich. Ein Jahr später finden sich in Breslau, Claus Weyrostas Heimatstadt, und in Augsburg die nächsten deutschen Ortsgruppe zusammen. 1907 folgen Jena und Kempten. 1908 Berlin, Partenkirchen-Garmisch, Rosenheim, Nürnberg und Halle a. d. Saale. In den Jahren von 1910 bis 1912 wird aus diesen ersten Anfängen ein Netz von immerhin 93 Gruppen im deutschen Reichsgebiet. Schon 1908 wurde eine neue Struktur nötig: die Wiener sind nicht mehr Ortsgruppe und Zentrale zugleich, ein Zentralausschuss hat sich ab sofort um den Gesamtverband zu kümmern.
1995
am 100. Geburtstag, wurden an die 100.000 Bäume, die gepflanzt, neue Wanderwege
geschaffen, Flüsse gesäubert. Die NFI hatte das Naturfreundehaus der Zukunft
gesucht; in vielen Häusern wurden Bilder und Dokumente ausgestellt, die Kinder
haben sich mit dem Regenwald befasst. All das und vieles mehr ist zur Nachahmung
empfohlen - ganz nach unserem Motto: „Eine Idee lebt!"
Passend zum Anlass hat der Bundesausschuss der NaturFreunde Spendenmarken mit dem Motto „100 Jahre NaturFreunde Deutschlands" im Wert von zehn Euro (schwarz/weiß) und 25 Euro (farbig) beschlossen und bittet alle Mitglieder und alle, die uns nahe stehen, durch Kauf der Marken die Arbeit der
NaturFreunde auf Bundesebene zu unterstützen.
In 100 Jahren haben wir NaturFreunde vieles erreicht, worauf wir stolz sein können,
allem voran unser Häuser
werk mit seinen 470 Hütten, Jugendherbergen, Familienferien- und Tagungsstätten. Weniger sichtbar, aber noch wichtiger: in100 Jahren haben wir NaturFreunde keinem Krieg zu
gestimmt. Wir halten fest an unserem Bekenntnis „Wir reichen unsre Hände über die Grenzen weit, dass sich zum Guten wende, der Völker Hass und Streit" (Aus dem Lied: „Berg frei, wir wollen wandern").
Und die Zukunft? Antworten auf diese zentrale Frage müssen alle Ortsgruppen suchen und finden. Nicht zuletzt, weil wir in den vergangenen zwei Jahrzehnten fast durchgängig Mitglieder verloren haben. Das muss sich ändern. Deshalb werden wir Spenden vorrangig für die Ausweitung der Kampagne zur Schnuppermitgliedschaft einsetzen. Wäre doch schön, wenn die NaturFreunde wieder 100.000 Mitglieder hätten in Deutschland, oder?
Brigitte Johanna Henkel-Waidhofer Hans-Gerd Marian
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Information:
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Sonderkonto für Spendenmarken: Kto.-Nr. 8 718 100, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 660
205 00
Mitteilung der Lieferadresse per Post an die Bundesgeschäftsstelle NaturFreunde, Warschauer
Str. 58 a, 10243 Berlin